JEUX INTERDITS / VERBOTENE SPIELE – Lukas Prokot

JEUX INTERDITS / VERBOTENE SPIELE

Filmkritik von Lukas Prokot, 8.Klasse, Wöhlerschule Frankfurt

Der Film „Verbotene Spiele handelt von einem Mädchen, das im Zweiten Weltkrieg ihre Eltern verliert und von einer anderen Familie auf dem Land aufgenommen wird. Die Geschichte spielt in Frankreich Mitte des 20. Jahrhunderts im 2. Weltkrieg. Das Mädchen heißt Paulette und freundet sich schnell mit dem Jungen Michelle aus ihrer Gastfamilie an. Zusammen begraben sie Paulettes im Krieg umgekommenen Hund in einer Mühle, dann einen Regenwurm und ein Küken, bis das Ganze außer Kontrolle gerät und sie sich einen eigenen Friedhof erschaffen. Die beiden Hauptfiguren – besonders Paulette – scheinen sehr naiv zu sein und Michelle erfüllt ihr fast jeden ihrer Wünsche.

Ich finde, der Film ähnelt sehr stark der Flüchtlingskrise heutzutage. Auch dort verlieren viele Kinder ihre Familien und versuchen in einer anderen Familie Zuflucht zu finden. Dort angekommen müssen sie ein neues Leben anfangen. Die neuen Familien haben oft eine ganz andere Sicht auf das Leben oder einen anderen Alltag – so wie auch in „Verbotene Spiele“.

Der Film wird in einer chronologischen Reihenfolge erzählt und es gibt keine großen Zeitsprünge. Meiner Meinung nach gab es keine wirklich besonderen Mittel, mit denen die Aussage des Films unterstützt wurde, jedoch konnte man sich dadurch umso besser von den Schauspielern mitreißen lassen und diese schlichte Erzählung machte die Filmgeschichte sehr realistisch.

Ich bin der Auffassung, dass der Film dem Regisseur sehr gelungen ist, da er sehr spannend und mitreißend, wie zum Beispiel beim Bombenangriff am Anfang des Films, erzählt wird. Die immer wieder auftretenden Parallelen mit der heutigen Welt haben mich sehr vom Film überzeugt und so konnte ich die Geschichte gut nachempfinden. Die 82 Minuten Laufzeit waren mir werde zu lang noch zu kurz, wobei es einige Szenen gab, die sich in die Länge zogen, aber auch Szenen, die mir persönlich  etwas zu kurz waren. So hätte ich mir zum Beispiel die Szene, in der Paulette den fertigen Friedhof zum ersten Mal sieht, etwas länger gewünscht. Der Film hat auch einige traurige Ereignisse, wie zu anfangs, als Paulette sich in ihrer neuen Familie nicht besonders wohl fühlte und sehr oft an ihre verstorbenen Eltern denken musste. Ich habe durch die verbotenen Spiele gelernt, mich noch besser in Kinder wie Paulette, die durch den Krieg Schlimmes erfahren und auch fliehen müssen, hineinzuversetzen und ihr Denken und Handeln nachzuvollziehen. Außerdem ist mir klar geworden, wie gefährlich Naivität ist und dass man alles nochmal hinterfragen und überdenken muss. Paulette scheint, als sie zum ersten Mal von Religion hört, alles unreflektiert zu glauben und dann interpretiert sie jedoch in meinen Augen falsch. So bringt sie Michelle dazu zu klauen und ein großes Chaos bricht aus. SO gut wie alle Schauspieler haben so gut gespielt, dass es sich so anfühlte, als ob man selber im Film dabei sei und ich habe oft vergessen, dass alles nur gespielt ist.

Fazit: Ich empfehle den Film allen Zuschauern, die nach einer abenteuerlichen Handlung suchen, mehr über die damalige Zeit und den 2. Weltkrieg erfahren möchten und einfach mal in eine mitreißende und realistisch gestaltete Filmgeschichte abtauchen wollen.