TEILNEHMER/INNEN

TEILNEHMER/INNEN

Saida Abdi

Saida Abdi ist stellvertretende Direktorin des Bereichs Community Relations am Children’s Hospital’s Refugee Trauma and Resilience Center (RTRC) in Boston. Sie hat einen Bachelor in Filmwissenschaft, einen Master in Kommunikationswissenschaft sowie einen Master in Sozialarbeit. Aktuell arbeitet sie an der Boston University an ihrer Dissertation. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet Siada Abdi mit geflüchteten sowie immigrierten Jugendlichen und Familien und entwickelt Bildungsprogramme, um die Eingliederung junger Geflüchteter zu unterstützen. Zudem organisiert sie spezielle Schulungen für Lehrer/innen, Erzieher/innen und Mitarbeiter/innen im Sozial-, Gemeinde- und Gesundheitswesen im Umgang mit Geflüchteten. Als Drehbuchautorin und Regisseurin hat sie die Dokumentation HELP OUR CHILDREN über somalische Jugendliche in Kanada gedreht.

Fadi Abdelnour

1978 in Jerusalem geboren, studierte Fadi Abdelnour zunächst Archäologie, Sprachwissenschaften und Kulturwissenschaften an der Birzeit Universität, Ramallah (Palästina), wo er sich sozial und kulturell in der Studentenbewegung engagierte. Von der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle graduierte er im Studiengang Kommunikationsdesign und arbeitet seitdem als freiberuflicher Grafiker in Berlin. Kulturell vielseitig interessiert wirkt er in verschiedenen Arbeitsgruppen, Kommissionen und Jurys bei zahlreichen Veranstaltungen mit. 2009 war er Mitbegründer des Arabischen Filmfestivals Berlin – ALFILM, wo er zurzeit als künstlerischer Leiter tätig ist.

Alejandro Bachmann

Alejandro Bachmann leitet die Abteilung Vermittlung, Forschung und Publikationen des Österreichischen Filmmuseums in Wien. Er ist Lehrbeauftragter an der Fakultät Theater-, Film und Medienwissenschaft der Universität Wien. Für den Roten Salon der Volksbühne Berlin entwickelte und realisierte er die experimentelle Filmvermittlungsreihe „Abgeguckt“. Bachmann schreibt regelmäßig zum Thema Film, sowohl in Zeitschriften (u.a. kolik.Film, nachdemfilm.de, Ray, desistfilm) als auch in wissenschaftlichen Publikationen und ist Herausgeber der Monografie „Räume in der Zeit. Die Filme von Nikolaus Geyrhalter“ (Wien, Sonderzahl 2015). Er kuratiert Filmreihen u.a  für Courtisane, Diagonale – Festival des Österreichischen Films, Kurzfilmtage Oberhausen, LUFF- Lausanne Underground Filmfestival.

Diana El Jeiroudis

Diana El Jeiroudis begann ihre Filmkarriere 2002 als Mitgründerin der unabhängigen Filmproduktion „Proaction Film“ in Damaskus. 2008 wurde sie Mitbegründerin des unabhängigen „DOX BOX Film Festival“ in Syrien, das bis zum Aufstand 2011 regelmäßig stattfand. Als Produzentin und Regisseurin hat sie Dokumentarfilme realisiert, die auf Filmfestivals in über 40 Ländern aufgeführt, in internationalen Fernsehsendern und in Ausstellungsorten wie der Kunsthalle Wien, den Staatlichen Museen zu Berlin und der Taipei Biennial gezeigt wurden. Für ihre Arbeit und ihren Aktivismus erhielt sie u.a. den European Documentary Network Award und den Katrin Cartlidge Award.

Tamer El Said

Tamer El Said, 1972 in Kairo geboren, studierte Film und Journalismus und drehte bereits zahlreiche Dokumentar- und Kurzfilme. Er arbeitete als Senior Producer und Künstlerischer Berater für Nile Productions, bevor er 2003 zu Hot Spot Films nach Dubai ging und maßgeblich am expandierenden Erfolg der Produktionsfirma beteiligt war. 2007 gründetet er in Kairo Zero Production für Independentfilme. Er ist Mitbegründer der ägyptischen Cimatheque – Alternative Film Centre, das sich der Vernetzung und Fortbildung der Community unabhängiger Filmemacher widmet. Tamers Spielfilmdebüt IN THE LAST DAYS OF THE CITY wurde bei der Berlinale 2016 mit dem Caligari Filmpreis ausgezeichnet, beim Buenos Aires International Film Festival (BAFICI) erhielt er den Preis für die beste Regie und beim New Horizon International Film Festival in Polen den Grand Prix.

Dr. Martin Ganguly

Dr. Martin Ganguly leitet seit 2004 das Schulprojekt der Berlinale und ist Universitätsdozent, Lehrer, Moderator, Berater, Prüfer (FSK), Autor und Coach im (film-)pädagogischen, wertevermittelnden und künstlerischen Bereich im In- und Ausland. Der Erziehungswissenschaftler hat zusätzlich zum Lehramtsstudium ein Regie- und Schauspielstudium am Max-Reinhardt-Seminar in Wien abgeschlossen. Vier seiner multimedialen Unterrichtsbearbeitungen erhielten die renommierte europäische Comenius-Medaille. Seit 2013 ist er Kurator für das deutschlandweite Projekt „Klassiker sehen – Filme verstehen“ der DFA /BpB /Peter-Ustinov-Stiftung zur Vermittlung von Filmgeschichte.

Bahman Ghobadi

Bahmann Ghobadi ist einer der bedeutendsten iranischen Filmemacher. 1969 im kurdischen Teil des Irans nahe der irakischen Grenze geboren, drehte er schon in seiner Jugend erste Kurzfilme. Er studierte Fotografie und Film in Teheran – abgeschlossen hat er sein Studium nicht. Mehr als an fest Curricula glaubte er stets daran, das Filmemachen nur in der Praxis lernen zu können, indem er unermüdlich weiter Kurzfilme drehte. Sein Spielfilmdebüt ZEIT DER TRUNKENEN PFERDE (2000) – der erste kurdische Langspielfilm in der Geschichte des iranischen Kinos – machte ihn international bekannt. Hier wie auch in seinen Folgefilmen stehen Kinder, die sich im Krisengebiet durchschlagen müssen, im Mittelpunkt. Filmografie (Auswahl): LEBEN IM NEBEL (1999), ZEIT DER TRUNKENEN PFERDE (2000), SCHILDKRÖTEN KÖNNEN FLIEGEN (2004), PERSERKATZEN KENNT DOCH KEINER (2009), RHINO SEASON (2012)

Katja Hevemeyer

Nach dem Studium der Angewandten Kulturwissenschaften in Lüneburg absolvierte Katja Hevemeyer ein Volontariat bei der Hamburger Film-PR-Agentur Marketeam. Im Anschluss übernahm sie die Theaterleitung und Programmierung der Forum Kinos in München. Es folgten Anstellungen bei Central Film, der VG Film und dem Verband der Filmverleiher, bevor sie 2008 zur Deutschen Filmakademie kam. Dort ist sie neben Mix It! für das bundesweite Schulprojekt „Klassiker sehen – Filme verstehen“ sowie für das Wissensportal vierundzwanzig.de verantwortlich.

Michael Jahn

Michael Jahn studierte Kommunikations- und Medienwissenschaften sowie Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Bereits seit Beginn seines Studiums war er im weitesten Sinne „Film vermittelnd“ publizistisch und organisatorisch tätig. Seit 2006 ist er Projektleiter der bundesweiten SchulKinoWochen beim Netzwerk für Film- und Medienkompetenz VISION KINO in Berlin und dort verantwortlich für das größte kinobezogene Filmbildungsangebot in Deutschland.

Christine KopfChristine Kopf

Weitere Informationen folgen

Hannah Marquardt

Hannah Marquardt studierte Europäische Ethnologie mit dem Schwerpunkt Migrationsforschung in Berlin und Neapel. Während und nach ihrem Studium arbeitete sie an unterschiedlichen Filmprojekten. Sowohl in ihrer wissenschaftlichen Arbeit als auch in der freien Projektarbeit ist Migration ihr thematischer Schwerpunkt. Seit 2014 leitet sie zusammen mit der Kamerafrau Sandra Merseburger Filmworkshops mit jugendlichen Geflüchteten in Berlin. Sie ist außerdem Mitarbeiterin einer Beratungsstelle für Neuzugewanderte in Neukölln.

 

Veronika Mendler

Nach ihrem Volontariat im Bereich Film, Fernsehen, Hörfunk in der Zentrale des Goethe-Instituts in München ist Veronika Mendler seit Juli 2016 Projektreferentin mit den Kerngebieten Flucht sowie Kinder-, Jugend- und Dokumentarfilme. Zuvor war sie in der Filmbranche tätig und arbeitete als freie Mitarbeiterin bei mehreren Produktionen des Dokumentarfilmregisseurs Peter Heller mit. Als Hospitantin sammelte sie Erfahrung in der Fernsehredaktion des unabhängigen Münchner Aus- und Fortbildungssenders afk tv und konnte dort eigene Beiträge realisieren. Sie studierte Ethnologie mit Schwerpunkt Film sowie Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften in München.

Norbert Mehmke

Norbert Mehmke ist 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Jugend und Film e.V. (BJF). Der BJF fördert durch vielfältige Aktivitäten die Filmbildung, kulturelle Teilhabe und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen. Mit rund 800 Mitgliedern bietet der BJF einen umfangreichen Service, um kulturelle Filmveranstaltungen zu organisieren, und betreibt zusätzlich ein Netzwerk für junge Filmemacher/innen. Zurzeit engagiert sich Norbert Mehmke im Rahmen des Cinemanya-Projektes mit dem Goethe-Institut für die Filmarbeit mit Geflüchteten. Im Camp Bad Fallingbostel stellt er seit Dezember 2015 zweimal wöchentlich ausgewählte Filme vor.

 

Shaho Nemati

Shaho Nemati, geboren 1986 im iranischen Gebiet Kurdistans, schloss 2010 das zweijährige Studienprogramm am Iranian Film College ab. Als politisch kritischer Dokumentarfilmer musste er aus dem Iran fliehen und begann im Irak für MIJ Film zu arbeiten. Als Regisseur, Produzent, Tonmeister und Drehbuchautor hat er seitdem an mehreren Kurz- und Langfilmen im Irak und in der Türkei mitgewirkt, u.a. RHINO SEASON (IRN/TRK 2012, R: Bahman Ghobadi), MARDAN (IRQ 2104, R: Batin Ghobadi) und LIFE ON THE BORDER (IRQ/SYR 2015, R: div.). Verfolgt von islamistischen Gruppierungen, floh Nemati 2015 aus dem Irak nach Deutschland.

Irit Neidhardt

Irit Neidhardt betreibt mec film, eine Verleih- und Vertriebsfirma für Filme aus Nahost und Nordafrika. Sie ist Koproduzentin mehrerer arabischer Dokumentarfilme und kuratiert Filmreihen zu arabischen Themen. Irit Neidhardt ist Autorin zahlreicher Artikel zum Themengebiet Kino und Nahost, in denen sie sich schwerpunktmäßig mit Fragen der Kooperation und Koproduktion zwischen Europa und dem Nahen Osten auseinandersetzt.

Imraan Safi

Imraan Safi, 1998 in Djalalabad, Afghanistan, geboren, ist als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling am 31.12.2014 nach München gekommen. Aktuell lebt er in einer Wohngruppe der Diakonie Hasenbergl, wo er sich selbst bereits in der Inobhutnahmeeinrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge engagiert. Seit September 2015 ist er Schüler der Erich-Kästner-Realschule in München. Imraan spricht neben seiner Muttersprache Dari auch Pashtu, Urdu und Englisch. Sein Herzenswunsch ist es, seine Affinität und Begabung zu Sprachen zum Beruf zu machen. Er möchte einmal seine Landsleute in Deutschland als Übersetzer oder Dolmetscher unterstützen oder im Rahmen internationaler Beziehungen zwischen Deutschland und Afghanistan tätig sein.

Mareike Schemmerling

Mareike Schemmerling studierte Medien und Kommunikation (M. A.) mit dem Schwerpunkt Mediendidaktik an der Universität Augsburg und der Hacettepe Üniversitesi, Ankara. Seit 2011 arbeitet sie als medienpädagogische Referentin am JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, München. Ihre aktuellen Arbeitsschwerpunkte sind Medienarbeit mit geflüchteten Jugendlichen und Schüler/innen in Übergangsklassen sowie die Koordination des Netzwerks Medienfachberatung Bayern.

Christiane Schleindl

Christiane Schleindl ist ausgebildete Medienpädagogin und seit mehr als drei Jahrzehnten in diversen Filmprojekten tätig. Seit 1996 ist sie Jurymitglied beim Jugendfilmfestival Nürnberg, 1997 war sie Gründungmitglied der Stummfilmmusiktage Erlangen, seit 1999 gehört sie zum Gründungs-, Organisations- und Programmteam des Nürnberger Festivals der Menschenrechte, seit 2003 ist sie im Vorstand des Bundesverbandes kommunaler Filmarbeit e.V., deren Vorsitzende sie von 2006 bis 2015 war. Seit 2000 leitet sie das Filmhauses Nürnberg im KunstKulturQuartier der Stadt Nürnberg.

Basir Seerat

Basir Seerat, geboren 1983 im Bezirk Malistan in der afghanischen Provinz Ghazni, ist als Blogger, Fotograf und Filmemacher eine der wichtigsten Stimmen der Menschenrechtsaktivisten der politischen Künstler- und Medienszene in Afghanistan. Als Fotojournalist arbeitete er u.a. für das UN-Büro in Kabul. Er ist Gründer der Fakultät für Fotografie an der Universität in Kabul. Zwei seiner Filme, LITTLE AFGHANISTAN und BIRD STRETT IS MY HOME, liefen beim Festival DOK Leipzig sowie bei der Documenta in Kassel. Seit vier Jahren arbeitet Seerat für das Afghanische Dokumentarfilmfestival. Immer wieder ist der Aktivist Opfer von Verfolgungen und terroristischen Attacken, 2004 wurde er von den Taliban entführt, konnte jedoch fliehen und setzte seine Arbeit fort. 2012 wurde er von der Organisation „Image and Voice of Hope“ in New York für sein Engagement ausgezeichnet.

Daniela Sidi

Daniela Rachminov Sidi, geboren und aufgewachsen in Italien, studierte Kino und Fernsehen an der Universität in Tel Aviv. Für den TV Sender Educational Israeli und den Children’s Israeli TV Channel arbeitete sie sowohl in der Produktion als auch in der Regie. MUSSA ist ihr erster Dokumentarfilm als Produzentin. Filmografie: 2015 Mussa

Mark Terkessidis

Dipl.-Psych., Dr. phil. Mark Terkessidis, freier Autor und Migrationsforscher, promovierte in Pädagogik zum Thema Rassismus. Er hat zahlreiche Beiträge zu Jugend- und Populärkultur, Migration und Rassismus veröffentlicht, u.a. in „tageszeitung“, „Die Zeit“, „Süddeutsche Zeitung“ etc. sowie für den „Westdeutschen Rundfunk“, „Radio Bremen“ und „DeutschlandFunk“. Hinzu kommen mehrere Monografien. Terkessidis ist Mitglied im Beirat der „Zukunftsakademie NRW“ in Bochum und in der „Akademie der Künste der Welt“ in Köln. Seit 2012 ist er Lehrbeauftragter an der Universität St. Gallen sowie seit 2012 zusammen mit Jochen Kühling Projektleiter von „Heimatlieder aus Deutschland“.

Katrin Willmann

Katrin Willmann leitet seit 2002 den Filmbereich der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb. Sie ist u.a. verantwortlich für die Initiative „Filmkanon“, Filmhefte und Kinoseminare, die Website www.kinofenster.de, Kooperationen mit Filmfestivals sowie für filmbildungsrelevante DVD- und Online-Projekte. 2016 betreut sie bei der bpb, neben der Tagung „Film, Flucht und Interkultur“, den von der European Film Academy initiierten European Audience Award in Berlin sowie das filmpraktische Projekt MIX IT! der Deutschen Filmakademie und Bilder Bewegen e.V. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des Beirats der Vision Kino gGmbH und Mitglied des Beirats von FILM+SCHULE NRW. Gemeinsam mit der Deutschen Filmakademie verantwortet sie das Projekt „Klassiker sehen – Filme verstehen“.