NEVER RARELY SOMETIMES ALWAYS

NEVER RARELY SOMETIMES ALWAYS
Niemals Selten Manchmal Immer

Mitten ins Herz trifft diese Kinoperle: ein sensibel erzähltes Plädoyer für Selbstbestimmung

USA 2020. Regie & Drehbuch: Eliza Hittman. Spielfilm. 102 Min. engl. OmU. FSK 6. Empfohlen ab 15.

Autumn ist 17 – und schwanger. Sie will kein Kind, nicht jetzt. Für einen Abbruch brauchen Minderjährige in Pennsylvania das Okay der Eltern. Aber die sollen nichts davon erfahren und deshalb fährt Autumn mit ihrer Cousine nach New York, wo der Eingriff auch ohne Einverständnis möglich ist. Doch New York ist groß und fremd und nicht alles läuft nach Plan. Ruhig erzählt und voller genau beobachteter Momente verliert der Film nicht viele Worte und bleibt immer ganz bei den herausragend gespielten jungen Frauen. Mit der titelgebenden Szene hat die Regisseurin eine der eindringlichsten Filmszenen geschaffen: Ein starkes feministisches Plädoyer – ehrlich, zärtlich und bewegend – das niemals zum Problemfilm wird und zeigt, was es bedeutet, als junge Frau für ein selbstbestimmtes Leben kämpfen zu müssen. (KT)

Themen: Selbstbestimmung, Gesellschaft, starke Frauen, Zusammenhalt, Tabus, den eigenen Weg finden

Im Kino
FR, 25.9. | 20:30 Uhr | DFF

Extras
Leinwandgespräch kostenfrei buchen via bitter@dff.film
Trailer
Begleitmaterial verfügbar ab Ende August

F.A.Q.

Regie

Eliza Hittman (*1979, New York City) hat einen Master of Fine Arts am California Institute of the Arts erworben und ist derzeit Assistenzprofessorin für „Film/Video“ am Pratt Institute. Mit ihrem vorigen Spielfilm BEACH RATS, in Locarno nominiert, gewann sie auf dem Sundance Filmfestival 2017 den Regiepreis und beim L.A. Outfest einen Grand Jury Preis. Mit viel Einfühlungsvermögen erzählt sie in NEVER RARELY SOMETIMES ALWAYS erneut von der Selbstfindung Jugendlicher in einer schwierigen Situation. 

Filmografie (Auswahl):

2020 NEVER RARELY SOMETIMES ALWAYS | 2017 BEACH RATS | 2013 IT FELT LIKE LOVE | 2011 FOREVER’S GONNA START TONIGHT (Kurzfilm) | 2009 TRICKSTER (Kurzfilm) 


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ANTIGONE

ANTIGONE

Vielfach ausgezeichnete, kraftvolle Adaption des antiken Dramas

Kanada 2019. Regie & Drehbuch: Sophie Deraspe. 109 Min. Spielfilm. frz. OmU. Freigegeben ab 12. Empfohlen ab 15.

Im kanadischen Montréal haben Antigone, ihre Geschwister und die Großmutter vor Jahren Zuflucht gefunden. Dort leben sie in einer winzigen Wohnung und hegen große Hoffnungen, dass die Einser-Schülerin Antigone ihren Weg machen wird. Als es zu einer familiären Tragödie kommt, folgt Antigone ihrem Gewissen, gerät dabei in die Mühlen des Justizsystems und gefährdet für ihr Verständnis von Liebe und Gerechtigkeit ihre Zukunft. Hochaktuell, packend und sehr politisch zeigt die von der Kritik hochgelobte Adaption des antiken Dramas mit großer visueller und musikalischer Wucht eine Tragödie der heutigen Zeit. (HA)

Themen: Migration, Familie, Literaturverfilmung, starke Frauen, Gewissen, Gerechtigkeit, Justiz

Im Kino
SA, 26.9. | 20:30 Uhr | DFF



Video-on-Demand
Einzel-Tickets ab 17.9. | Online-Sichtung möglich ab 26.9.
Extras
Leinwandgespräch kostenfrei buchen via bitter@dff.film
Trailer

F.A.Q.

Regie

Sophie Deraspe (*1973, Kanada) kam über ihre Beschäftigung mit Visueller Kunst und Literatur zum Film und arbeitet heute als Kamerafrau und Regisseurin. Nach einigen dokumentarischen Arbeiten legte sie 2006 ihr Spielfilmdebüt RECHERCHER VICTOR PELLERIN vor, der sich wie der mehrfach ausgezeichnete Nachfolger LES SIGNES VITAUX mit Realismus beschäftigt. Auf den FIPRESCI-Gewinner LES LOUPS und die Langfilmdoku LE PROFIL AMINA folgt mit ANTIGONE ihr fünfter Langfilm. 

Filmografie (Auswahl):

2019 ANTIGONE | 2019 THE SEVEN LAST WORDS (CoRegie) | 2015 THE WOLVES | 2015 A GAY GIRL IN DAMASCUSTHE AMINA PROFILE | 2009 VITAL SIGNS | 2006 RECHERCHER VICTOR PELLERIN 


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