ECSTASY

ECSTASY
Êxtase

Eine außergewöhnliche visuelle Reise zu Körperbildern, Selbstfindung und Leben mit einer Essstörung

Brasilien/USA 2020. Regie & Drehbuch: Moara Passoni. Spielfilm. 80 Min.  Portugiesische OmeU. Freigegeben ab 12. Empfohlen ab 15.

Die brasilianische Filmemacherin Moara Passoni erzählt in ihrem erstaunlichen Debüt die Geschichte ihres Alter Egos Clara. Auf essayistisch-assoziative Weise nimmt dieser Hybrid aus Fiktion und Dokumentarfilm Essstörungen in den Blick und bindet dies in vielschichtige erzählerische Formen ein: Inszenierte Szenen, historische Nachrichtenbilder und Familienfotos mischen sich mit autobiographischen Elementen, literarischen Verweisen und musikalischen Stimmungen zu einem dichten Bilderrausch, der Schönheitsideale und sozialen Druck eindringlich reflektiert. Der Film zeigt Anorexie aus einer Perspektive, die niemals Spektakel ist, bewegt sich zwischen Delirium und Realität, Leid und Ekstase, Allmacht und Zerbrechlichkeit, Individuum und Gemeinschaft. (HA)

DEUTSCHLANDPREMIERE

Themen: Anorexie, Körperbilder, Coming-of-Age, Politik, Experimentalfilm

Im Kino
SO, 27.9. | 20:30 Uhr | DFF



Extras
Filmgespräch verfügbar ab 24.9.
Leinwandgespräch kostenfrei buchen via bitter@dff.film
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Live-Gespräch am 27.09. um
21:50 Uhr in Zoom


F.A.Q.

Regie
Moara Passoni (*Brasilien) lebt in New York, wo sie aktuell im MFA Programm der Columbia University teilnimmt. Als Kind politisch aktiver Eltern entdeckte sie das Medium Film als Stimme im gesellschaftlichen Diskurs. Von ihrer Oscar®-Nominierung als Ko-Drehbuchautorin der Doku THE EDGE OF DEMOCRACY über ihren Kurzfilm TILDEN’S DREAM hin zu ihrem ersten nicht-fiktiven Langfilm EXTASY ziehen sich die Themen Politik, Körper und Bewusstsein als rote Fäden durch ihr Werk. Passoni studierte Tanz, Performance und Ästhetik sowie Dokumentarfilmtheorie, Politikwissenschaften, Französisch, Soziologie und Anthropologiein in den USA, Paris und Kolumbien. 

Filmografie (Auswahl):

2020 ECSTASY | 2009 TILDEN’S DREAM | 2007 FRANSCESCA 


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NEVER RARELY SOMETIMES ALWAYS

NEVER RARELY SOMETIMES ALWAYS
Niemals Selten Manchmal Immer

Mitten ins Herz trifft diese Kinoperle: ein sensibel erzähltes Plädoyer für Selbstbestimmung

USA 2020. Regie & Drehbuch: Eliza Hittman. Spielfilm. 102 Min. engl. OmU. FSK 6. Empfohlen ab 15.

Autumn ist 17 – und schwanger. Sie will kein Kind, nicht jetzt. Für einen Abbruch brauchen Minderjährige in Pennsylvania das Okay der Eltern. Aber die sollen nichts davon erfahren und deshalb fährt Autumn mit ihrer Cousine nach New York, wo der Eingriff auch ohne Einverständnis möglich ist. Doch New York ist groß und fremd und nicht alles läuft nach Plan. Ruhig erzählt und voller genau beobachteter Momente verliert der Film nicht viele Worte und bleibt immer ganz bei den herausragend gespielten jungen Frauen. Mit der titelgebenden Szene hat die Regisseurin eine der eindringlichsten Filmszenen geschaffen: Ein starkes feministisches Plädoyer – ehrlich, zärtlich und bewegend – das niemals zum Problemfilm wird und zeigt, was es bedeutet, als junge Frau für ein selbstbestimmtes Leben kämpfen zu müssen. (KT)

Themen: Selbstbestimmung, Gesellschaft, starke Frauen, Zusammenhalt, Tabus, den eigenen Weg finden

Im Kino
FR, 25.9. | 20:30 Uhr | DFF

Extras
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Trailer
Begleitmaterial verfügbar ab Ende August

F.A.Q.

Regie

Eliza Hittman (*1979, New York City) hat einen Master of Fine Arts am California Institute of the Arts erworben und ist derzeit Assistenzprofessorin für „Film/Video“ am Pratt Institute. Mit ihrem vorigen Spielfilm BEACH RATS, in Locarno nominiert, gewann sie auf dem Sundance Filmfestival 2017 den Regiepreis und beim L.A. Outfest einen Grand Jury Preis. Mit viel Einfühlungsvermögen erzählt sie in NEVER RARELY SOMETIMES ALWAYS erneut von der Selbstfindung Jugendlicher in einer schwierigen Situation. 

Filmografie (Auswahl):

2020 NEVER RARELY SOMETIMES ALWAYS | 2017 BEACH RATS | 2013 IT FELT LIKE LOVE | 2011 FOREVER’S GONNA START TONIGHT (Kurzfilm) | 2009 TRICKSTER (Kurzfilm) 


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ANTIGONE

ANTIGONE

Vielfach ausgezeichnete, kraftvolle Adaption des antiken Dramas

Kanada 2019. Regie & Drehbuch: Sophie Deraspe. 109 Min. Spielfilm. frz. OmU. Freigegeben ab 12. Empfohlen ab 15.

Im kanadischen Montréal haben Antigone, ihre Geschwister und die Großmutter vor Jahren Zuflucht gefunden. Dort leben sie in einer winzigen Wohnung und hegen große Hoffnungen, dass die Einser-Schülerin Antigone ihren Weg machen wird. Als es zu einer familiären Tragödie kommt, folgt Antigone ihrem Gewissen, gerät dabei in die Mühlen des Justizsystems und gefährdet für ihr Verständnis von Liebe und Gerechtigkeit ihre Zukunft. Hochaktuell, packend und sehr politisch zeigt die von der Kritik hochgelobte Adaption des antiken Dramas mit großer visueller und musikalischer Wucht eine Tragödie der heutigen Zeit. (HA)

Themen: Migration, Familie, Literaturverfilmung, starke Frauen, Gewissen, Gerechtigkeit, Justiz

Im Kino
SA, 26.9. | 20:30 Uhr | DFF



Video-on-Demand
Einzel-Tickets ab 17.9. | Online-Sichtung möglich ab 26.9.
Extras
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F.A.Q.

Regie

Sophie Deraspe (*1973, Kanada) kam über ihre Beschäftigung mit Visueller Kunst und Literatur zum Film und arbeitet heute als Kamerafrau und Regisseurin. Nach einigen dokumentarischen Arbeiten legte sie 2006 ihr Spielfilmdebüt RECHERCHER VICTOR PELLERIN vor, der sich wie der mehrfach ausgezeichnete Nachfolger LES SIGNES VITAUX mit Realismus beschäftigt. Auf den FIPRESCI-Gewinner LES LOUPS und die Langfilmdoku LE PROFIL AMINA folgt mit ANTIGONE ihr fünfter Langfilm. 

Filmografie (Auswahl):

2019 ANTIGONE | 2019 THE SEVEN LAST WORDS (CoRegie) | 2015 THE WOLVES | 2015 A GAY GIRL IN DAMASCUSTHE AMINA PROFILE | 2009 VITAL SIGNS | 2006 RECHERCHER VICTOR PELLERIN 


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THE DREAM

THE DREAM
El Sueño | Der Traum

Kolumbien 2020. Regie: Santiago Sánchez. 8 Min. Spielfilm.
span. OmeU. Freigegeben ab 12.

Diana hat einen Termin bei ihrer Psychotherapeutin. Sie sprechen über Alltägliches: die Schule, Freizeit und ihre Eltern. Bis Diana immer detaillierter von einem wiederkehrenden Alptraum erzählt. (JP)

Im Kino + Video-on-Demand
Siehe Kurzfilmprogramm 5 | 15+

Begleitmaterial
F.A.Q.

Regie

Santiago Sánchez (*Bogotá, Kolumbien) schwenkte von seinem Marketing-Studium in Bogotá auf Film um und schloss ein Masterstudium in Film in England an. Heute lebt und arbeitet er in Madrid als freischaffender Regisseur für audiovisuellen Content. Währenddessen verfolgt er eigene Spielfilmprojekte. 

 

 

Filmografie (Auswahl):

2020 THE DREAM (Kurzfilm)

BOREDOM

BOREDOM
Nuda | Langeweile

Slowakei 2020. Regie: Alica Bednáriková. 19 Min. Spielfilm. slowak. OmeU. Freigegeben ab 12.

Viel zu tun hat Greta nicht: Sie lebt mit ihren Eltern zusammen und vertreibt sich die Zeit damit, sich absurdeste Lügengeschichten auszudenken. Dieses „Talent“ kommt auch zum Einsatz, als sie ihren ersten Job ergattern will.  (ALB)

Im Kino+Video-on-Demand
Siehe Kurzfilmprogramm 6 | 15+

Begleitmaterial
F.A.Q.

Regie

Alica Bednáriková (*Žilina, Slovakei) hat Regie in Bratislava studiert und währenddessen begonneneigene Kurzfilme zu drehen. Zudem schreibt sie Gedichte und Kurzgeschichten. 

 

 

 

 

Filmografie (Auswahl):

2020 BOREDOM (Kurzfilm)

SONG SPARROW

SONG SPARROW

Dänemark/Iran 2019. Regie: Farzaneh Omidvarnia. 12 Min. Animationsfilm. Ohne Dialoge. Freigegeben ab 12.

Ein Wald im Irgendwo: Eine Gruppe Menschen, die in Aussehen, Herkunft und Alter kaum unterschiedlicher sein könnten, besteigen einen Kühltransporter. In der Hoffnung auf eine neue Heimat lassen sie alles zurück. Wohin wird sie der Schleuser führen?  (JP)

Im Kino + Video-on-Demand
Siehe Kurzfilmprogramm 6 | 15+

Begleitmaterial
F.A.Q.

Regie

Farzaneh Omidvarnia (*Iran) studierte Kunst an der Universität von Teheran und promovierte 2015 in Design an Dänemarks Technischer Universität. Sie war seither bildhauerisch tätig und veröffentlichte 2016 eine Sammlung von Kurzgeschichten. Ihre Skulpturen aus Stoff waren Teil diverser Ausstellungen in Europa und im Iran. Omidvarnias erster Kurzfilm TO BE wurde international mehrfach ausgezeichnet. SONG SPARROW ist ihr zweiter Kurzfilm. 

Filmografie (Auswahl):

2019 SONG SPARROW (Kurzfilm) | 2017 TO BE (Kurzfilm)

 

 

PRINCE JORDAN

PRINCE JORDAN

Frankreich 2019. Regie: Adrien Selbert. 29 Min. Spielfilm.
franz. OmeU. Freigegeben ab 12.

Im Winter starb Prinz Jordan, der Sturm Liliane fegte ihn weg. Er war Lindas Liebe, Anführer der Bande. Und Linda? Sie musste ins Internat, weit weg von den Jungs. Diesen Sommer kehrt sie zurück. Während alles auseinander zu fallen scheint, sitzt der Schmerz über den Verlust bei allen tief. (WB)

Im Kino + Video-on-Demand
Siehe Kurzfilmprogramm 5 | 15+

Begleitmaterial
F.A.Q.

Regie

Adrien Selbert (*1985 in La Roche sur Yon, Frankreich) arbeitet transmedial an der Schnittstelle von Fotografie und Film, regelmäßig für Libération, L’OBS, Le Monde u.a. Insbesondere für seine Dokumentationen auf dem Balkan reist er seit 2009 regelmäßig zwischen Sarajevo und Nantes. PRINCE JORDAN ist sein erster Spielfilm. 

 

 

Filmografie (Auswahl):

2019 PRINCE JORDAN (Kurzfilm) | 2014 ENCLAVE