LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans
#44 vom 30. September bis 7. Oktober 2021

Licht aus und Film ab bei LUCAS #44: Vom 30. September bis 7. Oktober prä­sen­tiert Deutschlands ältes­tes Filmfestival für jun­ges Publikum preis­ver­däch­ti­ge Filmkunst für alle von vier Jahren bis 18plus. Familien und Filmfans aller Altersgruppen erwar­ten her­aus­ra­gen­de Kinoerlebnisse in Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden. Schulklassen, Kinder- und Jugendgruppen kön­nen wei­te Teile des Wettbewerbsprogramms auch per Video-on-Demand abrufen.

Herzstück von LUCAS sind die Wettbewerbe in den Sektionen 8+, 13+ und 16+ | Youngsters. Ergänzend zum Wettbewerbsprogramm zeigt das Festival Klassiker der Filmgeschichte, Kurzfilmprogramme für die Allerjüngsten und wei­te­re, teils von Kindern und Jugendlichen gestal­te­te Reihen. Während der Festivalwoche liegt ein beson­de­rer Fokus auf den Filmgesprächen, in denen Filmschaffende aus aller Welt mit dem Publikum in Dialog treten.

Partizipation heißt bei LUCAS »Mitmischen!«: Als Moderator:innen, Jurymitglied oder Filmkritiker:innen, als Festivalreporter:innen oder Kurator:innen wer­den jun­ge Menschen in viel­fäl­ti­ger Hinsicht zum Mitgestalten des Festivalgeschehens eingeladen.

Für Vertreter:innen der Filmbranche fin­den Fachtagungen und Podiumsdiskussionen statt, die sich mit Themen der Filmbildung und aktu­el­len Tendenzen der Kinder- und Jugendfilmproduktion auseinandersetzen.

LUCAS – Internationales Festival für jun­ge Filmfans wird vom DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum e.V. veranstaltet.

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Wettbewerbe und Preise

Wettbewerbe

In den Wettbewerben der Sektionen 8+, 13+ und 16+ | Youngsters prä­sen­tiert LUCAS eine Auswahl her­aus­ra­gen­der inter­na­tio­na­ler Spiel‑, Dokumentar‑, Animations- und Experimentalfilme. Insgesamt 21 Langfilmbeiträge sowie eine Auswahl an Kurzfilmbeiträgen gehen ins Rennen um die begehr­ten LUCAS-Preise.

Die Langfilme haben eine Spieldauer von mehr als 59 Minuten und sind noch nicht in deut­schen Kinos ange­lau­fen. Eine Auswahlkommission ist auf Festivals und Branchentreffen unter­wegs, um aus den stärks­ten aktu­el­len Produktionen welt­weit Wettbewerbsbeiträge für die Sektionen 8+, 13+ und 16+ | Youngsters zu wäh­len. Nicht Premierenstatus, son­dern ein­zig Qualität entscheidet!

Mit sei­nem Kurzfilmwettbewerb hat sich LUCAS in den ver­gan­ge­nen Jahren ein beson­de­res Renommee erwor­ben. Aus den bes­ten inter­na­tio­na­len Einreichungen bis 30 Minuten Spieldauer stellt eine Auswahlkommission meh­re­re Wettbewerbsprogramme für die Sektionen 8+ und 13+ zusam­men, alle­samt Deutschlandpremieren.

Preise

Sektion 8+

  • Preis für den bes­ten Langfilm (5.000 €) gestif­tet von Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen
  • Preis für den bes­ten Kurzfilm (2.000 €)

Sektion 13+

  • Preis für den bes­ten Langfilm (5.000 €)
  • Preis für den bes­ten Kurzfilm (2.000 €)
  • Preis für eine außer­ge­wöhn­li­che cine­as­ti­sche Leistung (2.000 €)

Sektion 16+ | Youngsters

  • LUCAS Youngsters Award (5.000 €) 

Alle Sektionen

  • Stadtteiljury Award
  • ECFA-Award (undo­tiert)
  • Publikumspreis (undo­tiert)
  • Bridging the Borders Award (undo­tiert)
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Auswahlkommission

Um LUCAS noch bes­ser zu ver­net­zen und um den leb­haf­ten Austausch über das Programm zu ver­stär­ken, hat das Festival jeweils eine Auswahlkommission für Lang- und für Kurzfilme beru­fen, die die Filme sich­tet und für die Sektionen 8+, 13+ und 16+ | Youngsters aus­wählt. Neben Julia Fleißig, der Festivalleiterin von LUCAS, set­zen sich die Kommissionen aus fünf wei­te­ren aus­ge­wie­se­nen Filmexpert:innen zusammen.

Auswahlkommission Langfilm

Kirsten Taylor
Redakteurin, Filmvermittlerin und Autorin

Kirsten Taylor ist frei­be­ruf­li­che Redakteurin beim Filmbildungsportal kinofenster.de und freie Filmvermittlerin, vor allem für das Projekt „Filmklassiker sehen – Filme ver­ste­hen“, das seit 2013 von der Deutschen Filmakademie durch­ge­führt wird. Daneben schreibt sie Filmkritiken und erstellt Filmgutachten sowie Material für den Filmeinsatz im Unterricht. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt im Bereich Kinder- und Jugendfilm.

Stefan Stiletto
Filmpädagoge und Filmjournalist

Stefan Stiletto ist selbst­stän­di­ger Filmpädagoge, Filmjournalist und Redakteur. Er kon­zi­piert und erstellt film­päd­ago­gi­sche Begleitmaterialien, schreibt unter ande­rem für den Filmdienst, die Kinderfilmwelt, das Kinder- und Jugend-Filmportal und Kinofenster.de und lei­tet Fortbildungen für Multiplikator:innen sowie Workshops für Kinder und Jugendliche zu Filmbildungsthemen aller Art.

Henning Adam
Berlinale Co-Production Market, FSK und FSF

Als Prüfer der FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft in Wiesbaden) und FSF (Freiwillige Selbskontrolle Fernsehen, Berlin) setzt sich Henning Adam inten­siv mit Themen des Jugendschutzes und der Medienwirkungsforschung aus­ein­an­der. Beim Berlinale Co-Production Market beschäf­tigt er sich in inter­na­tio­na­lem Kontext mit der Produktion und Auswertung von Filmen und ist für die Kooperation mit der Frankfurter Buchmesse mit­ver­ant­wort­lich. Früher war er u.a. für den Filmverleih Rapid Eye Movies in Köln tätig.

Auswahlkommission Kurzfilm

Holger Twele
Journalist und Filmvermittler

Holger Twele ist frei­be­ruf­li­cher Filmjournalist und Filmpädagoge und seit vie­len Jahren u.a. für den Bundesverband Jugend und Film, das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum und die Bundeszentrale für poli­ti­sche Bildung tätig.

Dr. Ursula Vossen
Produzentin und Autorin / HessenInvestFilm

Dr. Ursula Vossen hat lang­jäh­ri­ge Erfahrung als Producerin für Fernsehen und Film sowie in der Filmförderung. Sie ist Autorin zahl­rei­cher film­wis­sen­schaft­li­cher Fachbücher und ‑Artikel.

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Jury

Die Jurys 8+ und 13+ sind pari­tä­tisch mit jun­gen Filmfans und Branchenprofis besetzt. Sie ent­schei­den über die Vergabe von fünf LUCAS-Preisen in den Wettbewerbssektionen 8+ und 13+. Eine Jury jun­ger, euro­päi­scher Filmenthusiast:innen zeich­net einen Film der Sektion 16 + | Youngsters mit dem LUCAS Youngsters Award aus. Neu in 2021: Die Stadtteiljury ver­gibt ihren Preis im Kurzfilmwettbewerb.

Eine Jury der ECFA ver­gibt in der Sektion 8+ zudem einen ECFA Award, seit 2018 ver­leiht Cinema without Borders einen Preis an einen Wettbewerbsfilm und über den Publikumspreis ent­schei­den die Festivalbesucher:innen.

Jury 8+

Marie Christiane Hermann (11)
Heinrich-von-Gagern-Gymnasium, Frankfurt

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Maries Liebe zum Film mach­te auch vor der Corona-Pandemie nicht Halt: Wenn sie nicht ins Kino gehen kann, kommt der Film eben zu ihr nach Hause. Die Atmosphäre im Kino ist für Marie uner­setz­lich. Für sie zählt aber nicht der Ort, son­dern die Qualität des Films – und im bes­ten Fall bringt die­ser sie zum Lachen. Bei LUCAS ist sie gespannt auf die unter­schied­li­chen Sichtweisen der Jurymitglieder.

Arthur Podlesnov (11)
Heinrich-von-Gagern-Gymnasium, Frankfurt

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Arthur spielt Klavier und legt auch bei Filmen sein Augenmerk auf die musi­ka­li­sche Untermalung. Ein Kinobesuch bedeu­tet für ihn immer jede Menge Überraschungen – sei es ein span­nen­der Plot-Twist oder eine gro­ße Gruppe applau­die­ren­der Eintracht-Fans, die eben­falls im Saal sit­zen. Actionfilme und Komödien ste­hen bei Arthur hoch im Kurs, zugleich freut er sich dar­auf, neue Genres bei LUCAS zu entdecken.

Sophia Röse (11)
Helmholtzschule, Frankfurt am Main

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Sophia hat bereits Erfahrung als „Cutterin“ gesam­melt. Deshalb ach­tet sie bei Filmen auf win­zi­ge Details. Wenn das Licht im Kinosaal aus­geht und ihre Konzentration voll­kom­men auf die Leinwand gerich­tet ist, packt sie eine gro­ße Vorfreude. Im letz­ten Jahr hat sie die­ses Gefühl sehr ver­misst. Umso mehr freut sie sich nun, mit den ande­ren Juror:innen ins Kino gehen zu können.

Christoph Mushayija Rath (Deutschland)
Filmemacher

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Christoph Mushayija Rath arbei­te­te als frei­be­ruf­li­cher Fotograf und Filmemacher im Senegal. In Zusammenarbeit mit CinéBanlieu Dakar dreh­te er meh­re­re Kurz- und Dokumentarfilme. Anschließend stu­dier­te er Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb). Aktuell ist Rath als Head-Writer und Regisseur für eine von ZDFneo in Auftrag gege­be­ne Sitcom tätig.

Martina Lassacher

Martina Lassacher (Österreich)
Festivalleiterin

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Martina Lassacher ist Co-Leiterin des Internationalen Kinderfilmfestivals Wien, Leiterin des Instituts Pitanga, der KinderKinoWelten Öster-
reich und ande­rer Projekte.  Sie unter­rich­te­te Filmtheorie an ver­schie­de­nen öster­rei­chi­schen Universitäten und wur­de bereits in zahl­rei­che inter­na­tio­na­le Jurys berufen.

Roman Klink (Deutschland)
Autor und Dramaturg

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Roman Klink stu­dier­te Kultur- und Medienpädagogik in Merseburg. Ab 2001 war er frei­be­ruf­lich als Filmjournalist und in der Film-PR tätig und ent­wi­ckel­te eige­ne fik­tio­na­le Stoffe. Bei ARD Degeto lei­te­te Klink den inter­na­tio­na­len Spielfilmeinkauf und betreu­te Kino-Koproduktionen redak­tio­nell. Seit 2013 arbei­tet er als frei­be­ruf­li­cher Autor, Lektor, Dramaturg und Projektscout.

Jury 13+

Helena Polić (16)

Musterschule, Frankfurt

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Helena und die Filmkunst fan­den schon in ihrer Kindheit zusam­men – nicht ganz unschul­dig dar­an ist ihr Vater. Mit ihm geht sie immer noch am liebs­ten ins Kino. Entscheidend für einen guten Film: Laut Helena das Drehbuch samt Span-nungs­­­bo­­gen und pas­sen­den Schauspieler:innen. Wenn der Film dann noch als Originalfassung zu sehen ist, sind all ihre Sinne auf das Filmerlebnis eingestellt.

Augustin Kolck (15)

Musterschule, Frankfurt

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Augustins Freundeskreis ist film­be­geis­tert. Mit sei­nem Freund Arthur tauscht er sich ger­ne über anspruchs­vol­le Filme aus, die eine durch­dach­te Handlung besit­zen und nicht so leicht zu ent­schlüs­seln sind. Da ist es logisch, dass er ein gro­ßer Fan des Regisseurs Quentin Tarantino ist. Auf span­nungs­ge­la­de­ne und dis-kus­­si­on­s­­rei­che Kinotage mit sei­nen Jurykolleg:innen freut er sich schon jetzt.

Selma Schwab (14)

Humboldtschule, Bad Homburg

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Selma schreibt selbst Geschichten. Auf die Handlung eines Films ach­tet sie des-halb ganz beson­ders. Beeindruckt ist sie von Filmen, die mit einem tol­len Soundtrack glän­zen oder sich aus­­­drucks-stark gegen Rassismus stel­len. Im Kino liebt sie Filme wie STAND BY ME (US 1986. R: Rob Reiner) mit all ihren emo­tio­na­len Momenten. Als Jurorin will sie zu span­nen­den Diskussionen beitragen.

Boris Bakal (Kroatien)

Theater- und Filmemacher

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Boris Bakal ist Theaterintendant, Filmregisseur, Schauspieler, Kurator, Autor und Pädagoge. Er war Gastprofessor an ver­schie­de­nen inter­na­tio­na­len Universi-täten und Mitbegründer zahl­rei­cher Vereine, dar­un­ter Bacači Sjenki/Shadow Caster, einer Künstlerplattform, die bereits meh­re­re Auszeichnungen für ihre Arbeit erhal­ten hat.

Charlotte Giese (Dänemark)

Spec. Advisor Dän. Filminstitut, Filmvermittlerin

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Charlotte Giese arbei­tet als Special Advisor am Dänischen Filminstitut in Kopenhagen mit dem Schwerpunkt Filmvermittlung. Dort hat sie die Abteilung für Kinder und Jugendliche gegrün­det und lan­des­wei­te Filmbildungsprogramme für Schulen ent­wi­ckelt. Außerdem berät sie Filminstitutionen in Afrika und dem Nahen Osten bei der Programmgestaltung.

Gert Hermans Bild

Gert Hermans (Belgien)

Film-Netzwerker, Chefredakteur ECFA-Journal

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Gert Hermans ist Chefredakteur des ECFA Journals und war bereits in zahl­rei­chen Jurys euro­päi­scher Festivals ver­tre­ten. Er hat an meh­re­ren natio­na­len und inter­na­tio­na­len Projekten zur Förderung anspruchs­vol­ler Kinder- und Jugendfilme mit­ge­wirkt, mit jun­gen Filmschaffenden und Lehrkräften zusam­men­ge­ar­bei­tet und für JEF Filmfestival Seminare und Panels zur Filmproduktion organisiert.

Youngsters-Jury
Lilly (lilia)

Lilia Staykova (17, Bulgarien)

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Das Kino ist für Lilia eine krea­ti­ve Inspirationsquelle. Ihre Gedichte und Gemälde sind von Filmen wie ATONEMENT (GB 2007. R: Joe Wright) und PORTRAIT DE LA JEUNE FILLE EN FEU (FR 2019. R: Celine Sciamma) beein­flusst. Filme, die Frauenrechte behan­deln und die LGBTQ-Community anspre­chen, haben ihre Identität ent­schei­dend geprägt

Kyrill

Kyrill Krause (16, Deutschland)

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Ein gutes Zusammenspiel aus Musik und Bildern ist ent­schei­dend, damit ein Film einen blei­ben­den Eindruck bei Kyrill hin­ter­lässt. Stimmen dann auch noch die Dialoge und die Schlüsselszenen des Films, sind die Qualitätskriterien des 16-Jährigen voll­kom­men erfüllt. Ganz beson­ders haben es ihm die Filme von Christopher Nolan angetan.

Carolina

Carolina Esposito (17, Italien)

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Aus Carolinas Sicht kann ein Film zwar nicht die Welt ver­än­dern, aber zumin­dest das Leben einer ein­zel­nen Person. AMERICAN BEAUTY (US 1999. R: Sam Mendes) ist so ein Film, der ihr Leben auf den Kopf gestellt hat. Gute Filme, so Carolina, öff­nen den Menschen die Augen, brin­gen sie zum Lachen und Weinen und zeu­gen von Respekt, Liebe und Glück.

Juniper

Juniper Adams (18, Deutschland)

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Corona kann auch Gutes bewir­ken: Juniper füll­te ihre Lockdown-Zeit mit vie­len Filmen, Filmen die mehr sind als rei­ne Unterhaltung. Sie kön­nen her­aus­for­dern, so wie Junipers Lieblingsfilm MELANCHOLIA (DK/SE/FR/D 2011. R: Lars von Trier), oder ihr neue Perspektiven auf­zei­gen. In jedem Fall ist ihr wich­tig, mit dem Gesehenen ihr eige­nes Leben zu reflektieren.

Kaloyan

Kaloyan Angelov (18, Bulgarien)

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Filme kön­nen unse­ren Blick auf die Welt ver­än­dern. Kaloyan moti­vie­ren sie zum Beispiel, den Klimawandel nicht ein­fach zu igno­rie­ren, son­dern etwas gegen die Erderwärmung zu unter­neh­men. Im Kino hat Kaloyan auch sei­ne Berufung gefun­den. Naheliegend: Er wür­de gern Regisseur oder Schauspieler werden.

Alessandro

Alessandro Cinelli (17, Italien)

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Alessandro geht ger­ne allein ins Kino, weil er sich dann voll und ganz auf den Film kon­zen­trie­ren kann. Ein span­nen­der Plot und her­aus­ra­gen­de Schauspieler sind für ihn das ent­schei­den­de Merkmal für einen guten Film. Da ver­wun­dert es nicht, dass PULP FICTION (US 1994. R: Quentin Tarantino) Alessandros Lieblingsfilm ist. Für Horror-Filme kann er sich eben­so begeistern.

ECFA-JURY

Jurys der ECFA bestehen aus euro­päi­schen Expert:innen des Kinder- und Ju-gend­films. Auf zahl­rei­chen Festivals zeich­nen sie Filme mit dem »ECFA-Award« aus. Dieser Award qua­li­fi­ziert die Filme für den jähr­li­chen Wettbewerb um den Preis für den »Best European Children’s Film of the Year«, der wäh­rend der Internationalen Filmfestspiele Berlin ver­lie­hen wird.

Drittes ECFA-Jurymitglied neben Martina Lassacher und Boris Bakal (sie­he Jury 8+ und 13+) ist in die­sem Jahr Laura Schubert. Schubert ist Literatur- und Medienwissenschaftlerin sowie Literatur- und Filmpädagogin. Seit 2013 arbei­tet sie bei der Kurzfilm Agentur Hamburg, zwei Jahre spä­ter über­nahm sie die Co-Leitung des Mo&Friese Kinder Kurzfilm Festivals. Schubert ist außer­dem als freie Kuratorin und Filmvermittlerin sowie als Theater-Autorin tätig.

Martina Lassacher

Martina Lassacher (Österreich)

Festivalmacherin

Boris Bakal (Kroatien)

Theater- und Filmemacher

Laura Schubert (Deutschland)

Festivalmacherin und Autorin

Cinema Without Borders 

»Cinema Without Borders« ist ein inter­na­tio­na­les Netzwerk aus Akteur:innen der Filmbranche, das sich für die Themen Diversität, Inklusion und sozia­le Gerechtigkeit im Film ein­setzt. »Cinema Without Borders« ver­gibt jähr­lich auf aus­ge­wähl­ten Filmfestivals den »MOZAIK Bridging the Borders Award«. Der Preis wür­digt Filme, die Menschen über geo­gra­fi­sche, reli­giö­se, eth­ni­sche, kul­tu­rel­le und öko­no­mi­sche Grenzen hin­weg näher­brin­gen und Fragen der sozia­len Gerechtigkeit behandeln. 

Mitglieder der »Cinema Without Borders« Jury 2021: Keely Badger, Parisa Barani, Susan Morgan Cooper, Chale Nafus, Rachel O’Meara, Yeganeh Taheri und Bijan Tehrani.

Neu: Stadtteiljury

Die »Stadtteiljury« setzt sich aus jun­gen Menschen ab zehn Jahren aus einem Frankfurter Quartier zusam­men. Den Start bei LUCAS #44 machen Kinder und Jugendliche, die sich bei einem ein­wö­chi­gen Workshop im Medien-Studio-Bornheim auf ihre Jurytätigkeit wäh­rend der Festivalwoche vor­be­rei­ten. Am Ende des Festivals küren sie einen Siegerfilm aus dem Kurzfilmwettbewerb. Das Projekt bie­tet die Möglichkeit, den Blick auf Film mit ver­schie­de­nen kul­tu­rel­len, künst­le­ri­schen und krea­ti­ven Ausdrucksweisen zu ver­ei­nen. Dazu zäh­len Filmkritiken, Podcasts, Interviews und vie­les mehr. Frankfurts jun­ge, diver­se Stimmen erhal­ten so das ver­dien­te Gehör. Die »Stadtteiljury« wird durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft gefördert. 

Mehr Informationen fin­den Sie hier.

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Filmgäste

Bei LUCAS gibt’s zu allen Kinovorstellungen Filmgespräche, denn der inten­si­ve Austausch mit dem Gesehenen und den Filmschaffenden steht im Zentrum eines Filmfestivals.

LUCAS begrüßt Filmgäste vor Ort im Kino und alle Filmvorstellungen wer­den von Filmvermittler:innen beglei­tet. Pandemiebedingt wur­den auch neue Gesprächsformate ent­wi­ckelt: Das Festival bie­tet live-online Gespräche mit Filmschaffenden im Anschluss an die Vorstellung und im Rahmen eines »Mitmischen!«-Projekts sind zu neun Wettbewerbsfilmen vor­auf­ge­zeich­ne­te Online-Filmgespräche von jun­gen LUCAS-Alumni mit inter­na­tio­na­len Filmemacher:innen entstanden.
Einen Überblick der aktu­ell bestä­tig­ten Gäste fin­den Sie hier.

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Grußworte

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Grußwort der LUCAS-Festivalleiterin Julia Fleißig

LICHT AUS …
TRÄUME AN!

Genug Pläne über den Haufen gewor­fen in den ver­gan­ge­nen andert­halb Jahren! Für uns stand immer fest, LUCAS #44 wird mit Fokus auf das Kino geplant, für gemein­sa­me Kinomomente mit Geschichten aus mehr als 30 Ländern.

Trotzdem stel­len wir Klassen und Gruppen zusätz­lich ein Video-on-Demand Filmangebot zur Verfügung, falls die Pandemie uns wei­ter­hin auf Trab hält – LUCAS ist so gut wie mög­lich vorbereitet!

Filme sind es, die uns Welten eröff­nen und an Orte brin­gen, die wir viel­leicht noch nie gese­hen haben, die uns ein­la­den, mit ihren jun­gen Protagonist:innen deren Alltag zu erle­ben, mit ihnen Abenteuer durch­zu­ste­hen. Sie las­sen uns mit­füh­len beim ers­ten Liebeskummer und dabei sein, wenn Träume wahr wer­den oder plat­zen. Wir kön­nen mit­ge­hen, wenn die Suche nach der eige­nen Identität Grenzen offen­bart, aber auch Türen öff­net, das Erwachsenwerden oder eige­ne Realitäten erfahr­bar macht. Die Held:innen der LUCAS-Filme sind alle unter­wegs: Die einen auf dem Weg in ein neu­es Land, ein neu­es Leben, die ande­ren müs­sen zurück in ein altes Leben, was nichts Gutes ver­heißt. Diesen Weg gehen sie alle bestimmt und vol­ler Hoffnung. Neben Aspekten von Flucht spielt auch Musik in vie­len der Filme eine tra­gen­de Rolle. Sie ist trei­ben­de Kraft oder treibt in den Wahnsinn, sie setzt Kontrapunkte zur Story oder bringt die Spannung vor­an, sie emo­tio­na­li­siert und befreit.

Sehr gespannt bin ich auf die vie­len »Mitmischen! «-Projekte: Neu auf der Agenda ist die »Stadtteiljury«. Anregende Diskussionen über »Dokumentarfilme für jun­ges Publikum« erwar­ten die Branche und das Publikum bei den Panels, aber auch bei vie­len Beiträgen der Wettbewerbe. Familien soll­ten sich den Festivalsonntag vor­mer­ken: »LUCAS für Familien« bie­tet frei­en Eintritt im Kino des DFF und in den Ausstellungen. Ich freue mich, dass an LUCAS‘ Seite Förderer und Partner ste­hen, die wie wir an die unbän­di­ge Kraft des beweg­ten Bildes glau­ben. Für ihr Engagement bedan­ke ich mich von Herzen.

Es lebe das Kino!


Prof. Monika Grütters

Grußwort der Staatsministerin für Kultur und Medien
Prof. Monika Grütters MdB

„Im Kino gewe­sen. Geweint.“ – mit die­sem kur­zen Tagebucheintrag beschrieb der Schriftsteller Franz Kafka vor genau 100 Jahren die Kraft des Kinos. Filme berüh­ren, sie kön­nen hei­ter oder trau­rig stim­men. Sie las­sen das Publikum an den Abenteuern und Schicksalen ande­rer teil­ha­ben – im Kino noch viel mehr als daheim auf dem Sofa, das hat man in der Pandemie gespürt.

Deshalb freue ich mich umso mehr, dass das Filmfestival LUCAS in sei­ner 44. Ausgabe ein höchst attrak­ti­ves Programm prä­sen­tiert. Es eröff­net sei­nem jun­gen Publikum neue Perspektiven mit künst­le­risch span­nen­den Spiel‑, Dokumentar- und Animationsfilmen, die vom Programmkino bis zu Klassikern der Filmgeschichte rei­chen. Eine Sache macht LUCAS unter den Filmfestivals für jun­ges Publikum ein­zig­ar­tig: Mit dem Filmbildungskonzept „Mitmischen!“ kön­nen ange­hen­de Cineastinnen und Cineasten ers­te Erfahrungen als Jurymitglieder und mit der Filmkritik sam­meln, ihre Liebe für die Programmzusammenstellung ent­de­cken und die Filmemacherinnen und ‑macher bei zahl­rei­chen Gesprächen mit Fragen löchern. Schulklassen kön­nen zudem online am Festival teilnehmen.

Dem enga­gier­ten Festivalteam wün­sche ich das ver­dien­te gro­ße Publikum und den Filmfans jeden Alters inspi­rie­ren­de Festivaltage – nicht nur am Bildschirm, son­dern gemein­sam in der Atmosphäre des Kulturorts Kino. Mit Abstand und Hygieneregeln wird der Kinobesuch zu einem AHA-Erlebnis im wahrs­ten Sinne des Wortes, vor allem aber wie­der zu einem mit­rei­ßen­den Gemeinschaftserlebnis.


Peter Feldmann 0172_Bild Frank Widmann

3 Fragen an …
Peter Feldmann, Frankfurter Oberbürgermeister und Schirmherr von LUCAS

Warum erwei­tert Filmkunst unse­ren Horizont?

Anspruchsvolle Filmkunst schärft den Blick für Toleranz und Zivilcourage. Sie offen­bart Probleme, die in unse­rer Gesellschaft exis­tie­ren, und lädt zugleich ein, die Welt zu ent­de­cken. Wer Lust auf eine fil­mi­sche Reise um den Globus hat, mehr über ent­fern­te Kulturen, noch nie gese­he­ne Landschaften und unter­schied­li­che Weltanschauungen erfah­ren will, ist bei LUCAS genau richtig.

Hat Streaming dem Kino den Rang abgelaufen? 

Selbstverständlich ist das Kino der bes­te Ort, um Filme zu erle­ben. Ob klei­ne, char­man­te Programmkinos oder renom­mier­te Lichtspielhäuser wie das DFF – über Frankfurts viel­fäl­ti­ge Kinokultur kön­nen wir glück­lich sein. Wer hier auf­wächst, kann schon früh in die fas­zi­nie­ren­den Welten auf der gro­ßen Leinwand ein­tau­chen. Zugleich zeigt sich in die­sem her­aus­for­dern­den Jahr: Streaming ist eine prak­ti­sche Ergänzung für Filmfestivals. Ich bin froh, dass LUCAS Schulen, Kindertagesstätten und ande­ren Gruppen die Möglichkeit bie­tet, die Filme nicht nur im Kino, son­dern auch online zu sehen. So kön­nen deut­lich mehr Menschen die­se beein­dru­cken­den Filme genießen.

Was macht LUCAS für Sie so einzigartig? 

Seit den Anfangstagen des Festivals ist Partizipation ein zen­tra­ler Eckpfeiler von LUCAS. Es ist beein­dru­ckend, wie das Festivalteam die jun­gen Filmfans mit­mi­schen lässt. Die jun­gen Jurymitglieder haben bei der Preisvergabe nicht nur ein „Wörtchen“ mit­zu­re­den, sie ent­schei­den auf Augenhöhe mit erfah­re­nen Branchenprofis über die bes­ten Filmwerke. Eine Schulklasse hat eine Filmreihe zu Katastrophenfilm- Klassikern kura­tiert. Andere Jugendliche und Kinder sind wäh­rend des Festivals voll im Einsatz, füh­ren Filmgespräche, neh­men an Workshops teil und schrei­ben Filmkritiken.


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3 Fragen an …
Angela Dorn, Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst

Warum haben Filmfestivals für jun­ge Filmfans eine so gro­ße Bedeutung?

Filmfestivals wie LUCAS bie­ten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, ganz nah an den Entstehungsprozess eines Filmes her­an­zu­kom­men. Dabei kön­nen sie die Erfahrung machen, dass vie­le Filmfans aus der Region und weit dar­über hin­aus ihr Interesse tei­len oder sogar beruf­lich ver­fol­gen. Auch die Begegnungen mit den Filmschaffenden hin­ter­las­sen tol­le Eindrücke. Außerdem stärkt LUCAS den Filmnachwuchs und trägt damit wesent­lich zur groß­ar­ti­gen und viel­fäl­ti­gen Filmlandschaft Hessens bei.

Glauben Sie an die Zukunft des Kinos? 

Zutiefst. Die Faszination für das gro­ße Bild auf der Leinwand, die­ses Gemeinschaftserlebnis, wird die Menschen – ob jung oder alt – immer begeis­tern. Das ist ein zeit­lo­ser Genuss, den wir alle in der Corona-Pandemie ver­misst haben und der nicht mit Streaming in den eige­nen vier Wänden ver­gleich­bar ist. Zugleich soll­ten wir das Potenzial des digi­ta­len Raums her­vor­he­ben. Online-Angebote kön­nen den Schulunterricht berei­chern. Im länd­li­chen Raum ist die Schule vom nächs­ten Kino oft weit ent­fernt. Bei hybri­den Festivals wie der 44. LUCAS-Ausgabe ent­schei­den Lehrkräfte fle­xi­bel, ob das Weltkino in die Klasse kommt oder die Schüler:innen einen Ausflug ins Kino machen.

Welche Bedeutung hat LUCAS für die hes­si­sche Filmszene? 

Hessen hat sich in den ver­gan­ge­nen Jahren zu einem sehr belieb­ten Standort für Filmproduktionen in Deutschland ent­wi­ckelt. Das gilt auch für jun­ges Filmschaffen. Einen wich­ti­gen Beitrag dafür hat LUCAS geleis­tet. Als Deutschlands ältes­tes Kinder- und Jugendfilmfestival ist es zu einem Treffpunkt der Branche avan­ciert. Hier kann man sich mit Filmschaffenden aus aller Welt aus­tau­schen, bei Panels über aktu­el­le Themen der Szene infor­mie­ren und Filme aus der Region mit inter­na­tio­na­lem Kino vergleichen.


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3 Fragen an …
Ellen Harrington, Direktorin des DFF

Wie las­sen sich jun­ge Menschen für Kino- Dokumentarfilme begeistern?

Das Thema des Dokumentarfilms muss die Kinder und Jugendlichen sofort fes­seln. Wer ein­mal ins Staunen gerät, wenn ein Film eine kom­plett neue Lebenswelt offen­bart, wird begeis­tert sein und mehr davon sehen wol­len. Zugleich ist eine krea­ti­ve Filmsprache ent­schei­dend. Gute Dokumentarfilme punk­ten mit einer ein­zig­ar­ti­gen und dif­fe­ren­zier­ten Darstellungsweise. Die Filme müs­sen zu Diskussionen im Freundeskreis anre­gen. Auch Filmverleihe treibt die Frage der Dokumentarfilm- Auswertung schon lan­ge umher. Bei einem Panel dis­ku­tie­ren wir mit der Branche über das Thema.

Warum ist LUCAS für Lehrkräfte so wertvoll? 

In mei­nen Augen ist Film das idea­le Medium, um einen leben­di­gen Umgang mit Kultur und Kreativität zu för­dern. Es ver­mit­telt eine tie­fe­re Erkenntnis, was unse­re Gemeinschaft aus­zeich­net. Bei LUCAS kön­nen Lehrkräfte ihre Schüler:innen auf eine fil­mi­sche Weltreise schi­cken. Der Besuch des Festivals lie­fert mit zahl­rei­chen Filmgesprächen und päd­ago­gi­schen Begleitmaterialien Anknüpfungspunkte für den Unterricht. Seit die­sem Jahr bie­tet LUCAS auch Fortbildungen für Lehrkräfte im Rahmen der Kooperation des DFF mit der Hessischen Lehrkräfteakademie.

Warum soll­te man LUCAS auf kei­nen Fall verpassen? 

Filmschaffende aus allen Ländern kom­men nach Frankfurt und ste­hen im Kino Rede und Antwort. Das ist eine ein­ma­li­ge Gelegenheit, per­sön­li­che Anekdoten über die Entstehungsgeschichte des Films zu erfah­ren. Und noch ein klei­ner Tipp für Familien: Am Festivalsonntag spen­diert LUCAS für Familien frei­en Eintritt, sowohl für den Kino- als auch für den Ausstellungsbesuch.

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