Young European Cinephiles
JEDES JAHR BRINGT LUCAS JUNGE MENSCHEN AUS EUROPA ZUSAMMEN, UM IHRE VISION VON KINO ZU ZEIGEN. Bei LUCAS #49 stellen sechs Teilnehmende aus Tschechien, Frankreich und Deutschland ihre Filmauswahl zum Thema „Gerechtigkeit“ vor und freuen sich, mit dem LUCAS-Publikum ins Gespräch zu kommen.
In einer Zeit, in der hart erkämpfte Rechte für Gleichheit und Selbstbestimmung vielerorts wieder zurückgedreht werden, können Filme wie kaum ein anderes Medium den Scheinwerfer auf gesellschaftliche Missstände richten: ob in realitätsnahen Sozialdramen, explosiven Coming-of-Age-Geschichten oder Animationswerken mit politischer Botschaft. Das bewegende und hochaktuelle Thema treibt die »Young European Cinephiles« an, Ursachen und Lösungsansätze im Sinne einer gerechteren Zukunft zu beleuchten.
„Movies are a good medium to show how people suffer under oppression whether it comes from the government, society or even their family“, meint Sophia aus Deutschland. „Film and art serve as powerful tools to denounce injustice and mistreatment“, findet Martin aus Frankreich.
Die filmische Auseinandersetzung mit „Gerechtigkeit“ beschäftigt die Gruppe seit dem Frühjahr in intensiven Online-Diskussionen und Recherchen. Ziel ist es, eine Filmauswahl zu treffen, welche ihre Deutung und Perspektive auf das Thema widerspiegelt. In der Zusammenstellung des Programms legen sie besonderen Wert auf die Auswahl von Filmperlen abseits des Mainstream-Kinos und die Betrachtung unterschiedlicher Dimensionen: persönliche, soziale und politische Gerechtigkeit.
Ein spezifisches Problem sehen sie in verkrusteten patriarchalen Strukturen, insbesondere in Bezug auf fehlende Geschlechtergleichheit und Diskriminierung von queeren Menschen. „Many freedoms we take for granted still do not exist everywhere, especially for women“, äußert Samuel aus Tschechien. „We also wanted to shed light on the global struggle for queer rights and the challenges faced by these communities“, ergänzt Martin.
Auch der Blick auf gesellschaftliche Institutionen mit vermeintlich guten Absichten bewegt die Gruppe, um strukturelle Ungerechtigkeiten aufzuzeigen: „Systems with a lack of resources and empathy that claim to help but often harm“ meint Bérénice aus Frankreich damit.
Doch trotz düsterer Aussichten wollen sie mit ihrer Auswahl ein Stück Hoffnung transportieren – „even in the darkest situations, people still try to hold on to hope“, erklärt Nina aus Tschechien – und setzen auf die transformative Kraft des Kinos. „Good films leave space for us to think, question our own views and sometimes even change them“, fasst Samuel zusammen.






Zur Filmauswahl der »Young European Cinephiles« geht es hier entlang:



