MINIS PROGRAMM 3

MINIS PROGRAMM 3: SANDANIMATION

Am Donnerstag, 5., und Freitag, 6. Oktober, dreht sich alles um das Element Sand. Die Sandkünstlerin Alla Churikova aus München betont, »dass Sand für Kinder ein besonders vertrautes Material ist.« In zahlreichen Live-Sandshows vor Kinderpublikum hat sie die inspirierende Wirkung von Sand auf Kinder erlebt: Er »besitzt eine besondere Plastizität; ist leicht, leuchtend und flüssig zugleich.« Zwei ihrer Sand-Animationsfilme (DIE EISBADERIN, DE 2003, 8 Min. und EINE KLEINE DICKMADAM, DE 2005, 3 Min.) sowie eine anschließende Live-Sandshow wird sie am 5. Oktober in der Caligari FilmBühne Wiesbaden und am 6. Oktober im Kino des Deutschen Filmmuseums präsentieren. Kinder können dabei die Animationstechnik, die Figuren und Geschichten aus Sand entstehen lässt, selbst erproben.

DO, 5. 10., 9.00 Uhr
Caligari FilmBühne Wiesbaden

FR, 6.10., 11 Uhr → AUGEBUCHT!
Kino im Deutschen Filmmuseum


OLIVER TWIST

OLIVER TWIST

GB 1948, R: David Lean, 116 Min.
Spielfilm, DF / teils OmU, FSK 12

Oliver Twist wächst unter erbärmlichen Umständen im Heim auf. Als er die täglichen Schikanen nicht mehr aushält, reißt er aus und schließt sich einer Gruppe von Taschendieben um den alten Fagin an. Oliver muss daraufhin jede Menge Hürden überstehen, um seinem Traum von Liebe endlich näher zu kommen. David Leans erfolgreiche Charles Dickens Verfilmung knüpft an die düstere Atmosphäre der gleichnamigen Romanvorlage an und skizziert in schaurig-schönen Bildern das hässliche Gesicht der Gesellschaft im London des 19. Jahrhunderts. Ungeschönt werden in diesem Meilenstein der Filmgeschichte Armut und der Kampf ums Überleben auf den Straßen thematisiert.

DO, 5.10., 12 Uhr
Kino im Hafen 2 Offenbach

 

 

WALLAY

WALLAY

FR/BF/QA 2017, R: Berni Goldblat, 82 Min.
Spielfilm, OmeU mit dt. Einsprache, freigegeben ab 12, empfohlen ab 12

Der 13-jährige Ady hängt mit fragwürdigen Leuten herum und entzieht sich der Kontrolle seines Vaters. Als Erziehungsmaßnahme schickt der ihn kurzerhand von Frankreich nach Burkina Faso, zu Adys Onkel Amadou. Dass das kein chilliger Urlaub wird, ahnt der Teenager spätestens, als es dort tagsüber nicht einmal Strom und Internet für sein iPhone gibt. Alle wollen ihm weismachen, dass dieses fremde Land seine Heimat sei – dabei spricht Ady nicht einmal dieselbe Sprache. Erst als er seine Großmutter kennenlernt, findet er Zugang zu der anderen Welt. Zurückhaltend, beinahe dokumentarisch nähert sich der Spielfilm Fragen nach Herkunft, Heimat und Zugehörigkeit und erzählt eindringlich von Kultur und Traditionen in Westafrika.

Mehrfach ausgezeichnet, etwa mit dem »Best Actor« Preis, FESTiCAB Burundi 2017 und Publikumspreisen der Afrikafestivals Mailand, Angers und Tanger & Tarifa 2017

MI, 4.10., 10.30 Uhr
CineStar Metropolis

DO, 5.10., 11 UhrAUSGEBUCHT!
Kino des Deutschen Filmmuseums
zu Gast: Regisseur Berni Goldblat und Hauptdarsteller Makan Nathan Diarra
Nach Voranmeldung: LUCAS Leinwandgespräch

Zu diesem Film bieten wir pädagogisches Begleitmaterial an.

REGIE


Der Schweiz-Burkinabe ist seit 1999 als Regisseur, Produzent und im Filmverleih tätig. Sein Fokus liegt dabei auf Dokumentationen in und um Westafrika. Er ist Mitbegründer des „Cinomade“-Verbandes und der Filmproduktionsfirma „Les films du Djabadjah“ in Burkina Faso. WALLAY ist sein erster Langspielfilm.

Filmografie
2017 WALLAY / 2015 CINÉ GUIMBI MEMORIES / 2009 CEUX DE LA COLLINE / 2001 DONI-DONI B’AN BELA

 

THOSE WHO MAKE REVOLUTION HALFWAY ONLY DIG THEIR OWN GRAVES / WER DIE REVOLUTION NICHT BIS ZUM ENDE DURCHZIEHT, SCHAUFELT SEIN EIGENES GRAB / CEUX QUI FONT LES RÉVOLUTIONS À MOITIÉ N’ONT FAIT QUE SE CREUSER UN TOMBEAU

THOSE WHO MAKE REVOLUTION HALFWAY ONLY DIG THEIR OWN GRAVES / WER DIE REVOLUTION NICHT BIS ZUM ENDE DURCHZIEHT, SCHAUFELT SEIN EIGENES GRAB / CEUX QUI FONT LES RÉVOLUTIONS À MOITIÉ N’ONT FAIT QUE SE CREUSER UN TOMBEAU

„THOSE WHO MAKE REVOLUTION HALFWAY ONLY DIG THEIR OWN GRAVES / WER DIE REVOLUTION NICHT BIS ZUM ENDE DURCHZIEHT, SCHAUFELT SEIN EIGENES GRAB / CEUX QUI FONT LES RÉVOLUTIONS À MOITIÉ N’ONT FAIT QUE SE CREUSER UN TOMBEAU“ weiterlesen

LA FAMILIA / DIE FAMILIE

LA FAMILIA / DIE FAMILIE

CL/NO/VE 2017, R: Gustavo Rondón Córdova, 82 Min.
Spielfilm, OmeU mit dt. Einsprache, freigegeben ab 12, empfohlen ab 14

LA FAMILIA erzählt die Geschichte des zwölfjährigen Pedro und seines Vaters. Pedro und seine Freunde verbringen ihre Zeit auf den Straßen eines rauen Viertels der venezolanischen Hauptstadt Caracas. Ein harter Umgangston und eine Atmosphäre von Gewalt prägen ihren Alltag. Bei einem Streit verletzt Pedro einen anderen Jungen so heftig, dass sein Vater mit ihm aus dem Viertel flüchtet. Erst auf der Flucht kommen der leidenschaftliche Pedro und sein eher vorsichtiger Vater sich langsam näher. Der Film zeigt ein Caracas, in dem es an Essen, Medizin, Wasser und Strom fehlt, und in dem jeder sich selbst am nächsten steht. Er dokumentiert die Kontraste der Stadt, und spiegelt zugleich ihre Schönheit.

Preis für den »Besten Film«, 21. Festival de Cine de Lima 2017; im Wettbewerb des »Grand Prix de la Semaine de la Critique« und der »Camera d’Or«, Cannes Film Festival 2017 u.a.

MO, 2.10., 11 Uhr
Kino des Deutschen Filmmuseums
zu Gast: Regisseur Gustavo Rondón Córdova
Nach Voranmeldung: LUCAS Leinwandgespräch

DO, 5.10., 16 Uhr
Kino des Deutschen Filmmuseums
Nach Voranmeldung: LUCAS Leinwandgespräch

Zu diesem Film bieten wir pädagogisches Begleitmaterial an.

TRAILER

REGIE


Gustavo Rondón Córdova, geboren 1977, studierte Kommunikationswissenschaften in Venezuela sowie Film in der Tschechischen Republik. Sein Kurzfilm NOSTALGIA nahm 2012 am Wettbewerb der Berlinale teil. Sein Spielfilmdebüt DIE FAMILIE (LA FAMILIA) feierte 2017 in Cannes Weltpremiere und lief auf diversen Festivals, darunter Karlovy Vary, München oder Jerusalem.

Filmografie
2017 LA FAMILIA / 2012 NOSTALGIA / 2010 CARACOLES Y CASCABELES

HELMSMAN / STEUERMANN / GAMICHI

HELMSMAN / STEUERMANN / GAMICHI

IR 2016, R: Majid Esmaeili, 85 Min.
Spielfilm, OmeU mit dt. Einsprache, freigegeben ab 12, empfohlen ab 13

Vor fast einem Jahr hat Hassans Vater seine Familie am Urmia See im Nordwesten Irans ohne ein Wort verlassen. Als der See austrocknet, verliert die Familie ihre Existenzgrundlage. Dann stirbt auch noch Hassans Mutter. Doch Hassan, der jüngste Sohn, glaubt fest an die Rückkehr seines Vaters. Mit unbändiger Willenskraft stemmt er sich gegen den geplanten Verkauf des überflüssig gewordenen Schiffes der Familie. Mit Hilfe seines Freundes Naji will er den alten Kahn restaurieren und auf den Vater warten. Ein starkes, poetisches Plädoyer für die Freundschaft, aber auch ein schmerzhaft aktueller Blick auf dramatische Folgen des Klimawandels – in karger Landschaft bildgewaltig eingefangen von einer Kamera im ständigen Wechselspiel aus Licht und Schatten, Stillstand und Bewegung.

DEUTSCHLANDPREMIERE

Gewinner “Award for Best Actor” und “Award for Best Director”, Triangle FF India 2017

MI, 4.10., 8.30 Uhr
CineStar Metropolis 

zu Gast: Regisseur Majid Esmaeili und Produzent Javad Jafargholizad

DO, 5.10., 14 Uhr
Kino des Deutschen Filmmuseums
zu Gast: Regisseur Majid Esmaeili und Produzent Javad Jafargholizad
Nach Voranmeldung: LUCAS Leinwandgespräch

Zu diesen Filmen bieten wir pädagogisches Begleitmaterial an.

TRAILER

REGIE


Majid Esmaeili wurde 1980 in Teheran geboren. Nach seinem Kunststudium wirkte er bei vielen Kurzfilmen, Dokumentationen, Langfilmen und Fernsehserien als Produzent und Regisseur mit. HELMSMAN ist sein zweiter Langfilm als Regisseur.

Filmografie
2016 GAMICHI / 2015 LITTLE BLACK FISH

GASPING FOR AIR / 1-2-3 / WAN-TU-TRI (1-2-3)

GASPING FOR AIR / 1-2-3 / WAN-TU-TRI (1-2-3)

PH 2016, R: Carlo Obispo, 104 Min.
Spielfilm, OmeU, freigegeben ab 12, empfohlen ab 15

Als Lulu in ihrer Heimat, der kleinen philippinischen Insel Silag, einen Gesangswettbewerb gewinnt, verspricht eine Talentsucherin dem Mädchen eine Karriere als Sängerin in der Stadt. Schon bald erhält ihre Familie Geldsendungen aus Manila, doch Lulus älterer Bruder hat Zweifel am Glück seiner Schwester. Luis macht sich auf die Suche und findet sie unter dem Namen Rose als Nachtclub-Sängerin in der Hauptstadt. Fest entschlossen, seine Schwester nach Hause zu bringen, gerät er selbst immer tiefer in die Spirale aus Prostitution und Gewalt. Ein berührender, zugleich leiser und kraftvoller Film über die Suche nach Glück und Freiheit unter widrigsten Bedingungen.

DEUTSCHLANDPREMIERE

Offizielle Auswahl Zlín Film Festival, Eröffnete das Cinemalaya Philippine Independent Film Festival 2016

MI, 4.10., 11 Uhr
CineStar Metropolis

zu Gast: Regisseur Carlo Obispo

DO, 5.10., 11 Uhr
CineStar Metropolis 
zu Gast: Regisseur Carlo Obispo

Zu diesem Film bieten wir pädagogisches Begleitmaterial an.

TRAILER

REGIE


Carlo Obispo studierte Philosophie und Visuelle Kommunikation. Er debütierte mit dem Film ZONE 7 (PUROK 7) im Jahr 2013. Der Film erzählt von den Sorgen und Freuden eines philippinischen Zwillingspaares, dessen Mutter in China vor der Todesstrafe steht und gewann 2014 den LUCAS-Preis für den besten Film. Seine Filme geben den Unterdrückten eine Stimme, die im philippinischen Mainstream-Kino keinen Platz haben.

Filmografie
2016 1-2-3 / 2013 PUROK 7 / 2011 123 (KURZFILM) / 2008 ESBAT

ETHEL & ERNEST

ETHEL & ERNEST

GB/LU 2016, R: Roger Mainwood, 94 Min.
Animationsfilm, OmeU mit dt. Einsprache, freigegeben ab 12, empfohlen ab 13

Ethel und Ernest waren die Eltern des renommierten britischen Autors und Illustrators Raymond Briggs. Basierend auf Briggs‘ gleichnamiger Graphic Novel (1998) setzt dieser liebevoll handgezeichnete Animationsfilm ihnen ein warmherziges Denkmal. Erzählt wird das Leben zweier bescheidender Londoner Arbeiter von den 1920ern bis in die 1970er Jahre. Von der Großen Depression über die Jahre des Zweiten Weltkriegs, von der Entwicklung der Atombombe bis zur ersten Mondlandung, vom Aufkommen des Radios bis hin zum ersten Fernseher haben sie gewaltige Umbrüche erlebt. Der Film spiegelt die großen historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts im Privaten und bildet so die Ängste und Freuden einer ganzen Generation sogenannter kleiner Leute ab.

Offizielle Auswahl internationales Trickfilm-Festival Stuttgart 2017

DO, 5.10., 18.30 Uhr
Kino des Deutschen Filmmuseums
zu Gast: Animationsregisseur Peter Dodd

Nach Voranmeldung: LUCAS Leinwandgespräch

FR, 6.10., 9 Uhr
Kino des Deutschen Filmmuseums
zu Gast: Animationsregisseur Peter Dodd

Nach Voranmeldung: LUCAS Leinwandgespräch

am Freitag vorgestellt von  

Zu diesen Filmen bieten wir pädagogisches Begleitmaterial an.

TRAILER

REGIE


Roger Mainwood ist einer der führenden Animationsfilmregisseure Großbritanniens. Im Londoner Animationsstudio TVC wirkte er bei vielen bekannten Buchverfilmungen mit. ETHEL & ERNEST ist seine erste Animation in Spielfilmlänge.

Filmografie
2016 ETHEL & ERNEST / 2003–2004 MEG AND MOG / 1996 THE WILLOWS IN WINTER / 1992 THE TALE OF THE TWO BAD MICE AND JOHNNY TOWN-MOUSE

AVA

AVA

FR 2017, R: Léa Mysius, 105 Min.
Spielfilm, OmeU, freigegeben ab 16, empfohlen ab 16

Die 13-jährige Ava verbringt die Ferien mit ihrer Mutter und der kleinen Schwester am Atlantik. Es wird der letzte Sommer sein, in dem sie sehen kann, denn langsam schwindet ihr Augenlicht. Ihre Mutter versucht ihr den schönsten Sommer ihres Lebens zu gestalten, während Ava ganz eigene Wege entwickelt, mit ihrer Krankheit umzugehen. Sie stiehlt den Hund eines rätselhaften Jungen, der in einem Bunker am Meer lebt. Langsam kommen sich die beiden näher und Ava verstrickt sich in dessen Familienprobleme. In breit  kadrierten Bildern fängt das Debüt von Léa Mysius das strahlende Licht des Sommers auf berührende Weise ein und gibt einen Einblick in ein paar Tage, die einen großen Schritt ins Erwachsenwerden und eine unbestimmte Zukunft bedeuten.

Gewinner »SACD-Award« für Best Feature und Jury-Preis für den Hundedarsteller Lupo, Cannes Film Festival 2017

MI, 4.10., 12 Uhr
Kino im Hafen 2
Offenbach
zu Gast: Hauptdarstellerin Noée Abita

DO, 5.10., 9 Uhr
CineStar Metropolis
zu Gast: Hauptdarstellerin Noée Abita

Zu diesem Film bieten wir pädagogisches Begleitmaterial an.

TRAILER

REGIE


Léa Mysius wurde 1989 in Bordeaux, Frankreich geboren. Sie studierte zunächst Literatur und machte 2014 ihren Abschluss im Drehbuchschreiben an der Filmhochschule La Fémis. Sie führte Regie bei drei preisgekrönten Kurzfilmen, wie CADAVRE EXQUIS, der den Cannes Cinéfondation Award gewann. Sie schrieb mit anderen Regisseuren Drehbücher, zum Beispiel mit Arnaud Desplechin. AVA ist ihr erster Langfilm.

Filmografie
2017 AVA / 2016 L’ÎLE JAUNE / 2014 LES OISEAUX-TONNERRE / 2013 CADAVRE EXQUIS